Flüchtlinge

  • Beirat fordert dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern

    Der Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim wurde vorab von der Kreisverwaltung darüber informiert, dass aufgrund der erhöhten Zahl an Asylbewerbern weitere Wohnräume einzurichten sind. Die Kreisverwaltung plant hierbei, das Gebäude des ehemaligen Oberstufenzentrums in Wandlitz als weiteres Asylbewerberheim zu etablieren.

    Der Beirat lehnt dies aus grundsätzlichen Erwägungen ab. Zwar ist das Gebäude in Wandlitz qualitativ besser als die Baracken in Althüttendorf, jedoch plädieren wir schon immer und so auch jetzt für eine Abkehr von der Heimunterbringung. Um den Asylbewerberinnen und Asylbewerbern eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, werben wir für eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen.

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  • Für dezentrale Unterbringung – Bericht auf RBB

    Der Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim tritt konsequent für die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge und Asylbewerber ein. In der aktuellen Diskussion wird seitens der Kreisverwaltung immer darauf hingewiesen, dass Asylbewerber eine anfängliche Betreuung in Heimen benötigen. Dies ist zwar insbesondere im Hinblick auf die Erledigung ausländerrechtlicher Fragen zutreffend, jedoch darf dies nicht zu einem Gewöhnungseffekt führen, der einen langjährigen Verbleib in den Asylbewerberunterkünften (schleichend) nach sich zieht.

    Daher werbe ich in der Berichterstattung des RBB für eine konsequente Realisierung der zeitnahen dezentralen Unterbringung und eine Verbesserung der aktuellen Bedingungen im Übergangsheim Althüttendorf.

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  • Migrationsbeirat besuchte Asylbewerberheim

    Der Beirat für Migration und Integration besuchte am 18. September das Asylbewerberheim in Althüttendorf. Im Rahmen der Interkulturellen Woche fand im Übergangswohnheim eine Sitzung unseres Gremiums statt.Foto Sitzung Althüttendorf

    Zu Beginn erhielten wir eine Erläuterung zur Arbeitsstruktur und Aufgabenverteilung seitens der Heimleitung. Die unter Aufsicht der Kreisverwaltung stehende Einrichtung wird von einem nun wechselnden privaten Unternehmen betrieben. Das Heim ist mit derzeit rund 100 Bewohnern, von denen manche nur tageweise dort leben, so gut wie voll ausgelastet. Die Führung durch die Baracken offenbarte ein tristes Bild. In engen, sehr schlecht isolierten Holzbungalows leben vor allem aus Vietnam und Schwarzafrika stammende Menschen unter bedenklichen Bedingungen. Manche Sanitärräume sind nur über den Hof erreichbar, die Fenster sind mehrere Jahrzehnte alt und im Allgemeinen ist die Qualität der Unterbringung eines gastfreundlichen Landes unwürdig. Hinzukommt die infrastrukturelle Abgeschiedenheit am Waldesrand verbunden mit mangelhafter Internetversorgung.

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  • MIR Brandenburg begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgerichts

    Der Migrations- und Integrationsrat Brandenburg (MIR Brandenburg) begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die an Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge zu gewährenden Mittel.bverfg

    Während die diskriminierende Praxis der letzten Jahre Asylbewerberinnen und Asylbewerber spürbar schlechter gestellt hat als ALG-II-Empfänger, ist nun weitestgehend sichergestellt, dass diese 2-Klassen-Politik ein Ende hat. Schon bisher war es unerträglich, wie in Deutschland Menschen, die aus anderen Ländern flüchten mussten, behandelt werden. Es ist erfreulich, dass zumindest eine Nuance der Ungerechtigkeit beseitigt worden ist.

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  • Neues Unterbringungskonzept für Flüchtlinge beschlossen

    Der Kreistag Barnim hat auf seiner jüngsten Sitzung das neue Unterbringungskonzept für Asylsuchende im Landkreis beschlossen.wappen blha kreis-barnim.gif.49790

    Das Konzept trägt der zivilgesellschaftlichen Entwicklung Rechnung und setzt auf ein Ankommen im Geiste eines Willkommens. Es werden klare Beteiligungsrechte formuliert und Integrationsangebote etwa durch umfassende Sprachkurse gemacht.

    Im Namen des Beirates für Migration und Integration wies ich in meiner Rede darauf hin, dass wir die moderne und aktive Entwicklung begrüßen, zugleich aber einige Änderungen vorschlagen. Denn uns ist es wichtig, dass zugleich die Perspektive einer ebenbürtigen, gleichberechtigten, sprich selbstbehaupteten Lebensentwicklung aufgezeigt wird. Integration und seelische Stärkung erwachsen auch aus dem Gefühl, dazu zu gehören und bereichernder Teil der Gesellschaft zu sein. Insbesondere ist uns wichtig, die zeitnahe, dezentrale Unterbringung in Wohnungen verbindlicher zu regeln. Zugleich soll auch der Bereicherungsmehrwert für die einheimische Gesellschaft stärker betont und eine Willkommenskultur festgeschrieben werden. Ebenso möchten wir die politische Teilhabe befördern.

    Erfreulicherweise wurden 5 der 6 Änderungsanträge angenommen. Wehmutstropfen bleibt, dass die Unterbringung von Einzelpersonen weiterhin erst nach 12 und nicht wie von uns vorgeschlagen 9 Monaten erfolgt.

    Wichtig ist, dass das zivilgesellschaftliche Engagement zur Förderung eines von Respekt getragenen Miteinanders weiter gestärkt und die Umsetzung des Konzeptes wohlwollend begleitet wird.

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