Hochmut kommt vor dem Fall

Warnung der Unabhängigen Fraktion vor unnützen Kosten für Brandenburg-Tag-Bewerbung von Bernau bestätigt

Brandenburg-Tag BernauGegen unsere Warnung wurde freudestrahlend Geld für eine aussichtslose Bewerbung versenkt

Die Warnung der Unabhängigen Fraktion, keine unnützen Bewerbungskosten für den Brandenburg-Tag 2018 aufzuwenden, haben sich voll bestätigt. In der Sitzung der Bernauer SVV im Oktober 2015 schlug Bürgermeister Stahl vor, dass sich Bernau für die Ausrichtung bewerben solle.

Die Unabhängige Fraktion hat damals erhebliche Bedenken geäußert. Insbesondere wiesen wir darauf hin, dass Mitbewerber Wittenberge die besten Siegchancen habe. Alle Hinweise wurden mit hämischem Gelächter und Hohn quittiert. Die Bedenken unserer Fraktion wurden massiv verlacht. Der Bürgermeister setzte noch eins oben drauf und erklärte süffisant, dass sich die Unabhängige Fraktion mit ihrem Landtagsabgeordneten doch auf Landesebene für Bernau einsetzen könne – ganz zur Belustigung der ihn tragenden Fraktionen.

Und wie es im Leben nun mal so kommt – Hochmut kommt vor dem Fall.

Vor wenigen Tagen teilte das Kuratorium Brandenburg-Tag mit, dass es die Stadt Wittenberge als Ausrichter empfiehlt. Die Fraktionen der SVV, die seinerzeit höhnten und die Bewerbung forderten, deren Kosten nicht bekannt waren, sind zu Erklärungen, warum sie scheiterte, nicht zu hören.

Daher wendet sich die Unabhängige Fraktion mit einer umfangreichen Anfrage an den Bürgermeister, um zu wissen, welche Schlussfolgerungen aus der gescheiterten Bewerbung gezogen werden. Des Weiteren möchten wir wissen, wie viel diese gekostet hat. Schließlich möchten wir erfahren, inwiefern der Bürgermeister seine Kontakte und Netzwerke zur Landesregierung nutzt, um eine Entscheidung zugunsten Bernaus zu bewirken. Denn das Kuratorium gibt nur eine Empfehlung, die Entscheidung trifft die Landesregierung. Wenn dem Bürgermeister die Bewerbung so wichtig war, dann wird er jetzt sicher nichts unversucht lassen.

Die Erkenntnis für uns: In einer demokratischen Kultur sollte jede Stimme und Meinung gehört und sachlich abgewogen werden. Hämisches Wegwischen anderer Ideen und Gedanken fällt den Hochmütigen nur allzu bald auf die Füße...

Anfrage an den Bürgermeister: "Bewerbung Bernaus für den Brandenburg-Tag 2018"

Presse:
Bernau bewirbt sich um den Brandenburg-Tag - 29.02.2016
Bernau gratuliert Wittenberge - MOZ 23.03.2016